Kategorie: Das Ego

  • Wenn die Welt unsicher wird und was das mit uns als Gesellschaft macht

    Wenn die Welt unsicher wird und was das mit uns als Gesellschaft macht

    Es fühlt sich gerade anders an. Nachrichten wirken schwerer, Gespräche drehen sich häufiger um Krisen, Konflikte und Unsicherheit. Kriege, politische Spannungen und wirtschaftliche Sorgen sind präsenter als zuvor. Dinge, die weit weg schienen, rücken näher.

    Und auch wenn du nicht direkt betroffen bist, passiert etwas. Nicht nur in dir als Einzelperson, sondern in uns allen.

    Ein kollektives Gefühl entsteht, eine Grundspannung, eine unterschwellige Unruhe, eine Wahrnehmung, Frust und Unmut.

    Diese Stimmung ist nicht nur individuell. Sie ist gesellschaftlich spürbar, in Gesprächen, in Medien, in der Art, wie Menschen reagieren.

    Wenn Angst zum kollektiven Zustand wird

    Unser Nervensystem ist nicht isoliert. Wir nehmen Stimmungen auf und wir spiegeln uns gegenseitig. Wir reagieren auf das, was um uns herum geschieht.

    Wenn Unsicherheit im Außen zunimmt, entsteht auch im Inneren ein Gefühl von Bedrohung. Und wenn viele Menschen gleichzeitig dieses Gefühl erleben, entsteht etwas Größeres: Ein kollektiver Zustand von Anspannung.

    Man merkt es daran, wie schnell Diskussionen eskalieren, wie wenig Raum für Nuancen bleibt, wie stark Meinungen aufgeladen sind, wie sehr Menschen versuchen, recht zu haben.

    Das ist kein Zufall, es ist Angst, die sich ausdrückt.

    Nicht immer als Angst erkennbar, sondern als Kontrolle, als Rechthaben, als Abgrenzung, als Wut.

    Die Rolle des Egos in unsicheren Zeiten

    In Momenten von Unsicherheit wird ein Teil in uns besonders aktiv: Das Ego.

    Der Teil, der sich schützen will, der Kontrolle herstellen will, der sich definiert über Meinungen, Positionen und Identität.

    Wenn die Welt unsicher wird, sucht das Ego nach Halt:

    • Es will klare Antworten.
    • Es will einfache Erklärungen.
    • Es will wissen, wer richtig und wer falsch ist.

    Und genau dadurch entstehen oft weitere Spannungen. Weil dieser Teil nicht verbindet, sondern trennt.

    Er denkt in Gegensätzen, in richtig und falsch, in wir und die anderen. Und wenn viele Menschen aus diesem Zustand heraus handeln, verstärkt sich genau das, was eigentlich aufgelöst werden müsste.

    Jeder trägt zur Atmosphäre bei

    In solchen Zeiten ist es leicht zu denken, dass die Verantwortung im Außen liegt.

    • Bei Politik.
    • Bei Medien.
    • Bei „den anderen“.

    Doch das greift zu kurz. Jeder Mensch trägt zur kollektiven Stimmung bei.

    • Mit jedem Gedanken.
    • Mit jeder Reaktion.
    • Mit jeder Art, auf Unsicherheit zu antworten.

    Wenn du aus Angst reagierst, verstärkst du Angst.
    Wenn du in Kontrolle gehst, verstärkst du Kontrolle.
    Wenn du in Abgrenzung gehst, verstärkst du Trennung.

    Und genauso gilt auch das Gegenteil.

    Wenn du bewusst bleibst.
    Wenn du nicht sofort reagierst.
    Wenn du nicht jede Angst weiterträgst.

    Dann entsteht etwas anderes: Ein kleiner, aber realer Gegenpol.

    Bewusstsein als gesellschaftlicher Beitrag

    Es geht nicht nur darum, was du für dich selbst tust. Es geht darum, aus welchem Zustand heraus du in der Welt bist.

    Ob du unbewusst reagierst.
    Oder ob du wahrnimmst, was gerade passiert.

    Dieser Unterschied ist nicht sichtbar, aber spürbar.

    Menschen merken, ob jemand angespannt ist, ob jemand aus Angst spricht, oder ob jemand präsent ist.

    Und genau das ist der Punkt, den auch Eckhart Tolle beschreibt.

    Veränderung beginnt nicht zuerst im Außen, sie beginnt im Bewusstsein. Nicht als Konzept, sondern als gelebte Erfahrung.

    Wenn mehr Menschen aus diesem Zustand heraus handeln, verändert sich auch das, was im Außen entsteht.

    In einer unsicheren Welt präsent bleiben

    Die Welt ist gerade nicht stabil, das lässt sich nicht schönreden!

    Aber die Frage ist, ob wir diese Instabilität unbewusst weiter verstärken oder ob wir lernen, anders damit umzugehen.

    Es geht nicht darum zu ignorieren was da ist, oder sich zurückzuziehen, sondern indem wir bewusst wahrnehmen, was passiert, ohne sofort darin aufzugehen. Und vor allem geht es nicht darum Ängste zu schüren

    Wir leben in einer Zeit, in der Unsicherheit spürbar ist. Und es ist normal, dass das etwas in uns auslöst. Doch diese Reaktion endet nicht bei uns als Einzelperson, sie wird Teil eines größeren Ganzen.

    Die Frage ist nicht nur, wie du damit umgehst, sondern auch, was du damit in die Welt bringst.

    Angst oder Bewusstsein.
    Reaktion oder Präsenz.
    Trennung oder Verbindung.

    Das mag klein wirken, ist es aber nicht, denn genau daraus entsteht das, was wir Gesellschaft nennen.

  • Wenn du nicht mehr weißt, was wahr ist

    Wenn du nicht mehr weißt, was wahr ist

    Es gibt diese Momente, in denen es innen einfach laut wird. Gedanken kommen gleichzeitig aus allen Richtungen. Jeder hat eine Meinung, jeder klingt irgendwie plausibel und irgendwo dazwischen sitzt du und fragst dich, was eigentlich stimmt.

    Eine Stimme sagt, das passt nicht für dich! Die nächste sagt, du übertreibst! Dann kommt wieder diese strenge Stimme, die meint, du sollst dich zusammenreißen! Und irgendwo ganz leise ist da noch etwas: ein Gefühl, ein Impuls, etwas, das nicht diskutiert.

    Wenn im Außen viel passiert oder im Innen viel angestoßen wird, übernimmt der Kopf. Er versucht, Ordnung zu schaffen. Er will verstehen, einordnen, bewerten. Das gibt kurzfristig das Gefühl von Kontrolle, doch je mehr Gedanken entstehen, desto weniger klar wird es.

    Und selbst wenn du merkst, dass du eigentlich fühlen willst, passiert oft etwas anderes. Du gehst wieder in den Kopf, du analysierst dein Gefühl, versuchst es zu erklären, suchst nach der richtigen Einordnung. Ohne es zu merken, bist du nicht mehr im Gefühl, sondern in einer neuen Form von Kontrolle. Nicht im reinen Spüren, sondern in einer weiteren Facette des Denkens, die sich wie Klarheit anfühlt, aber dich vom direkten Erleben trennt.

    Du gehst Situationen immer wieder durch, du drehst Gespräche im Kreis, du versuchst, die „richtige“ Perspektive zu finden und irgendwann fühlt sich alles gleichzeitig wahr und falsch an.

    In diesem Zustand wirkt jede Stimme überzeugend. Du kannst jede Seite verstehen, jede Reaktion erklären und genau das macht es so schwer. Denn während der Kopf immer mehr Raum einnimmt, wird etwas anderes leiser.

    Das Gefühl.

    Nicht, weil es verschwunden ist, sondern weil es überdeckt wird. Gefühle sind nicht laut, sie liefern keine Argumente, sie sind einfach da: direkt, körperlich, klar – wenn man sie lässt.

    Doch wenn du ständig versuchst, herauszufinden, was richtig ist, verlierst du den Zugang dazu. Du beginnst, dir selbst nicht mehr zu vertrauen. Du stellst deine Wahrnehmung infrage, du suchst Antworten im Außen, weil es im Innen zu unklar geworden ist.

    Dann entsteht diese zentrale Frage: Wem kann ich glauben?

    Dem, was ich denke? Dem, was andere sagen? Oder dem, was ich fühle?

    Der Kopf wirkt oft verlässlicher, er klingt logisch. Er gibt dir das Gefühl, dass du die Situation im Griff hast. Doch genau dort entsteht oft die Verwirrung, denn der Kopf will vor allem eines: Sicherheit.

    Das Gefühl will nichts erklären, es zeigt dir, was gerade ist.

    Und das fühlt sich oft ganz anders an: weniger hektisch und weniger laut, aber gleichzeitig direkter. Vielleicht als ein leises Nein, obwohl alles dafür spricht. Oder als ein Ja, das sich nicht begründen lässt.

    Wenn es innen laut wird, hast du die Wahrheit nicht verloren, du hörst sie nur nicht mehr.

    Sie geht nicht weg, sie wird nur überlagert, von Gedanken, von Zweifeln, von dem Versuch, alles richtig zu machen. Selbst der Versuch, endlich zu fühlen, kann wieder zu einem Konzept werden, das dich vom eigentlichen Spüren trennt.

    Der Weg zurück ist kein weiterer Gedanke, es ist kein besseres Argument, es ist ein Moment von Stille.

    Ein kurzes Innehalten, ein Zurückkommen in den Körper, ein ehrliches Wahrnehmen, ohne sofort etwas verändern zu müssen.

    Du musst nicht sofort wissen, was stimmt. Du musst nicht jede Stimme klären. Manchmal reicht es, nicht sofort zu reagieren oder sofort zu entscheiden, vor allem braucht es nicht immer Ordnung!

    In dem Moment, in dem du die Dinge fließen lässt, statt sie kontrollieren zu wollen, genau dann zeigt sich, was richtig für dich ist!

  • Jeder handelt entweder aus Liebe oder aus Angst

    Jeder handelt entweder aus Liebe oder aus Angst

    Unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Entscheidungen – sie mögen komplex erscheinen, nuanciert, geprägt von vielen äußeren Faktoren. Doch schaut man tiefer, reduziert sich vieles auf eine einfache These: Jeder Mensch handelt entweder aus Liebe – oder aus Angst.

    Diese Aussage wirkt vielleicht vereinfachend. Und doch bringt sie etwas Grundlegendes auf den Punkt. Liebe und Angst sind wie zwei Grundströme unter der Oberfläche all unserer Reaktionen. Sie entscheiden, ob wir offen oder verschlossen sind, ob wir verbinden oder trennen, ob wir wachsen oder uns schützen.

    Was bedeutet „aus Liebe handeln“?

    Aus Liebe zu handeln bedeutet, aus einem Zustand innerer Verbundenheit heraus zu agieren. Es heißt, in Kontakt mit sich selbst zu sein – mit dem eigenen Wert, mit dem Vertrauen ins Leben, mit einem offenen Herzen. Handlungen, die aus Liebe kommen, fühlen sich frei an. Nicht zwanghaft, nicht kontrollierend, nicht reaktiv. Sondern klar, weich, mutig.

    Liebe zeigt sich nicht nur in großen Gesten. Sie lebt in der Geduld mit einem Kind. In der Ehrlichkeit in einer Beziehung. In der Fürsorge für den eigenen Körper. In der Bereitschaft, hinzusehen, wo es schmerzt. Liebe fragt: „Was ist gerade wirklich wichtig?“ – und nicht: „Wie kann ich vermeiden, verletzt zu werden?“

    Was bedeutet „aus Angst handeln“?

    Angst ist nicht immer offensichtlich. Sie versteckt sich oft hinter Wut, Kontrolle, Anpassung, Rückzug oder Perfektionismus. Aus Angst zu handeln bedeutet, aus einem inneren Mangel heraus zu reagieren. Aus dem Bedürfnis nach Schutz, Sicherheit, Kontrolle oder Bestätigung.

    Wenn wir aus Angst handeln, versuchen wir oft, Schmerz zu vermeiden: Ablehnung, Verlust, Versagen. Wir sagen Ja, obwohl wir Nein meinen. Wir greifen an, bevor wir getroffen werden. Wir halten fest, obwohl wir loslassen sollten. Angst fragt: „Was muss ich tun, um nicht verletzt zu werden?“ – und nicht: „Was ist gerade wahr?“

    Wie wir den Unterschied erkennen

    Der Körper weiß oft zuerst, aus welchem Motiv wir handeln. Fühlt sich eine Entscheidung weit oder eng an? Entsteht sie aus Klarheit oder aus innerem Druck? Können wir dabei atmen – oder halten wir die Luft an?

    Ein ehrlicher Check kann helfen:

    • Handle ich gerade, um etwas zu beweisen – oder weil es wirklich stimmig ist?
    • Versuche ich, Kontrolle zu behalten – oder öffne ich mich für Verbindung?
    • Kommt mein Nein aus Selbstachtung – oder aus Abwehr?

    Diese Fragen bringen uns zurück zu uns selbst. Sie laden ein, hinzuspüren statt zu funktionieren.

    Liebe und Angst sind keine Gegensätze, die sich gegenseitig ausschließen. Sie sind vielmehr Richtungen, die wir immer wieder neu wählen können. Jeder Moment gibt uns die Möglichkeit, uns selbst zu fragen: Woher kommt mein nächster Schritt?

    Denn am Ende geht es nicht darum, perfekt zu handeln. Sondern ehrlich. Und manchmal ist schon das Erkennen, dass wir gerade aus Angst reagieren, ein Akt der Liebe.

  • Panta rhei – Der Flow des Lebens

    Panta rhei – Der Flow des Lebens

    Der Ausdruck Panta rhei („Alles fließt“) stammt von Heraklit, einem der einflussreichsten Philosophen des antiken Griechenlands. Seine Lehre besagt, dass nichts im Leben konstant bleibt, sondern sich alles in einem ewigen Wandel befindet.

    Ein bekanntes Zitat, das Heraklit zugeschrieben wird, lautet:

    „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“

    Denn in dem Moment, in dem man erneut in den Fluss tritt, hat sich sowohl das Wasser als auch der Mensch selbst verändert.

    Der Flow des Lebens – Was bedeutet das heute?

    Das Konzept von Panta rhei ist auch in unserer modernen Welt top aktuell. So sind wir heutzutage ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach tiefen Verbindungen zu anderen Menschen und grundsätzlich nach uns selbst.

    Für mich ist der Fluss des Lebens ein Zustand, in dem man völlig im Moment aufgehen kann und dem natürlichen Rhythmus des Lebens folgt – das ist oft nicht, was sich unser (Ego-)Hirn ausmalt.

    Der Fluss folgt dem authentischen Ich und dem natürlich fließenden Weg, der häufig mit Loslassen von Altem und Bekannten einhergeht, dafür Herz, Verstand und Werte in die gleiche Ausrichtung bringt.

    Einem natürlichen Flow zu folgen bedeutet nicht, dass die Dinge leicht, ohne Arbeit und Disziplin passieren, im Gegenteil! Es bedeutet jedoch, dass sich die Grundrichtung, der man folgt natürlich, leicht und vor allem authentisch anfühlt.

    Warum tun wir uns oft schwer mit Veränderung?

    In der heutigen Welt versuchen wir permanent die Dinge zu kontrollieren und zu beeinflussen, was den Flow signifikant unterbricht. Wir lernen schon früh unsere Wahrnehmung nach Außen, statt nach Innen zu richten, was uns den allerwichtigsten und elementarsten Fluss nimmt – den in uns selbst.

    Wenn wir einen Flow in uns selbst fühlen, der unser Herz und unseren Verstand vereint und mit unseren Werten einhergeht, dann haben wir die wichtigste Voraussetzung, um diesen Flow auch in Verbindung mit anderen Menschen zu erleben.

    Dafür braucht es in allererster Linie viel Übung in Sachen Eigenwahrnehmung und brutale Ehrlichkeit uns selbst gegenüber. Unser Ego versucht nämlich uns permanent davon zu überzeugen, dass

    • wir doch an Entscheidungen festhalten müssen, die wir getroffen haben!
    • das jetzt so sein muss und nicht anders geht!
    • das es so alles richtig ist, wie es gerade ist!
    • der Zeitpunkt nicht stimmt!
    • das nicht der richtige Mensch ist!
    • man das tun muss!
    • uswusf.

    Das Leben um uns herum verändert sich permanent und häufig haben wir wenig Einfluss darauf, sei es durch politische Entscheidungen, Veränderung im Job, Herzschmerz oder Tod eines geliebten Menschen. Die einzige Macht, die wir in solchen Momenten haben, ist, wie wir darauf reagieren.

    Schmerz entsteht vor allem durch Widerstand und Ignoranz der Situation. In dem Moment, in dem wir annehmen, was eh da ist, können wir unseren Umgang damit definieren und die Liebe, sowie Verbindungen wieder fließen lassen.

    Die Wahrheit ist: Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung!

    Wie können wir mehr im Flow leben?

    Loslassen üben – Je mehr wir uns gegen das Leben stemmen, desto schwerer wird es. Vertrauen wir darauf, dass Veränderung Teil des Prozesses ist.

    Bewusst den Moment erleben – Statt an der Vergangenheit festzuhalten oder uns über die Zukunft zu sorgen, können wir uns fragen: „Was ist jetzt gerade wichtig?“

    Mit Widerständen arbeiten, nicht gegen sie – Herausforderungen sind oft Chancen, die uns weiterbringen.

    Akzeptieren, dass wir uns ständig verändern – Der Mensch von heute ist nicht der Mensch von gestern – und das ist gut so.

    Mutig sein – Oft ist das, wovor wir am meisten Angst haben, genau das, was wir in dem Moment am meisten brauchen.

    Sich vom Ego befreien – Unser Ego hält uns davon ab, die Entscheidungen zu treffen, die für uns richtig sind. Stolz, Eitelkeit und Co. helfen uns nicht und beschützen uns nur vor den schönen Dingen und Verbindungen im Leben!

    Das Leben ist ein Fluss – nicht ein Stillstand

    Das Konzept von Panta rhei lehrt uns, dass wir nichts festhalten können. Doch genau darin liegt die Freiheit: Wenn wir den Fluss des Lebens akzeptieren, können wir leichter, entspannter, intensiver und glücklicher leben.

  • Eine echte Emotion dauert lediglich 90 Sekunden

    Eine echte Emotion dauert lediglich 90 Sekunden

    Hast du dich jemals gefragt, warum manche Emotionen ewig zu dauern scheinen, während andere schnell vergehen? Die Neurowissenschaftlerin Dr. Jill Bolte Taylor hat eine faszinierende Erkenntnis darüber geteilt: Eine Emotion dauert in ihrer biologischen Reaktion nur 90 Sekunden – wenn wir sie nicht weiter nähren.

    Warum dauern Emotionen nur 90 Sekunden?

    Jede Emotion startet mit einem Reiz. Unser Gehirn nimmt eine Situation wahr, interpretiert sie und sendet dann ein Signal an das limbische System, das für emotionale Verarbeitung zuständig ist. Die wichtigsten Schritte sind:

    1. Ein Reiz trifft unser Gehirn (z. B. eine Nachricht, eine Erinnerung, ein Blick).
    2. Die Amygdala aktiviert eine emotionale Reaktion (z. B. Angst, Wut oder Freude).
    3. Der Körper setzt Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol frei.
    4. Die physiologische Reaktion dauert etwa 90 Sekunden – dann beginnt sie biologisch abzuklingen.

    Das bedeutet: Wenn wir nicht aktiv in die Emotion „einsteigen“ und sie weiter durch unsere Gedanken füttern, ebbt sie innerhalb von 1,5 Minuten von selbst ab.

    Warum fühlen sich Emotionen oft viel länger an?

    Der Grund, warum wir oft stunden- oder tagelang an einer Emotion festhängen, liegt nicht an der Emotion selbst – sondern daran, dass wir sie durch unsere Gedanken verlängern.

    • Wir analysieren: „Warum hat er das gesagt?“
    • Wir wiederholen: „Ich hätte anders reagieren sollen!“
    • Wir steigern uns hinein: „Das war so unfair!“

    Jeder dieser Gedanken reaktiviert die emotionale Reaktion erneut, sodass unser Gehirn weiterhin Stresshormone ausschüttet – und die Emotion viel länger bestehen bleibt, als es biologisch notwendig wäre.

    Wie du Emotionen loslassen kannst

    Wenn du die 90-Sekunden-Regel bewusst anwendest, kannst du lernen, Emotionen zu fühlen, ohne in ihnen stecken zu bleiben. Hier sind einige Tipps:

    1. Beobachte deine Emotion, ohne sie zu bewerten

    Anstatt sofort zu reagieren oder dich in Gedanken zu verstricken, versuche zu beobachten: „Ah, da ist Wut. Mal sehen, wie sie nach 90 Sekunden aussieht.“

    2. Konzentriere dich auf deinen Körper

    Emotionen zeigen sich oft durch körperliche Signale wie Herzklopfen oder Enge im Brustbereich. Atme tief durch und spüre einfach, was in deinem Körper passiert, ohne es zu bewerten.

    3. Unterbrich den Gedankenzyklus

    Wenn du merkst, dass du dich gedanklich in der Emotion verlierst, sage dir bewusst: „Okay, das ist nur ein Gedanke – muss ich ihn weiterverfolgen?“ Eine kleine Ablenkung (z. B. ein Spaziergang oder Musik) kann helfen, den Zyklus zu durchbrechen.

    4. Lasse Emotionen vorbeiziehen wie Wolken

    Stelle dir deine Emotionen wie Wolken am Himmel vor. Sie kommen, aber sie gehen auch wieder. Du bist nicht deine Emotion – du erlebst sie nur für einen Moment.

    Emotionen sind wie Wellen – wir müssen nicht in jeder baden

    Die 90-Sekunden-Regel zeigt, dass Emotionen flüchtig sind, wenn wir sie nicht künstlich verlängern. Indem wir bewusst beobachten, anstatt uns hineinzusteigern, können wir gelassener mit unseren Gefühlen umgehen und uns schneller wieder in Balance bringen.

  • It’s all about Sicherheit

    It’s all about Sicherheit

    Wir Menschen sind evolutionär auf Verbindung geeicht – ohne Verbindung können wir nicht überleben (Stichwort: Kaspar-Hauser-Experiment)! Verbindung gibt es in den verschiedensten Formen und kann durch das Wort „Liebe“ vereinfacht werden.

    Schon von klein auf sehnen wir uns nach der Liebe unserer Bezugspersonen, im Erwachsenenalter wollen wir die Liebe unserer Freunde und Partner.

    Wenn wir jetzt etwas philosophischer werden, könnte man sogar so weit gehen und sagen, dass unser gesamtes Handeln darauf ausgelegt ist, Liebe zu bekommen. Was genau ich damit meine, werde ich später genauer beschreiben.

    Welche Formen der Liebe gibt es?

    Als Erstes gibt es die Liebe zu unseren Eltern und engen Bezugspersonen aus der Kindheit. Diese ist tief in uns verankert und meist suchen wir danach am stärksten. Sie prägt uns, wie wir später Liebe für uns selbst und andere empfinden und leben können.

    Die Liebe zu unseren Kindern ist eine ganz besondere Form von Liebe. Sie ist ebenfalls tief in uns verankert und lässt sich mit Worten kaum beschreiben. Sie ist einfach da und wird auch nie wieder gehen.

    Wir spüren auch Liebe zu unseren Freunden. Freundschaften sind spezielle Verbindungen, die uns entweder durch bestimmte Phasen des Lebens begleiten oder in manchen Fällen sogar ein Leben lang da sind.

    Die romantische Liebe ist die intimste und häufig auch herausforderndste Form der Liebe. Wie auch in Freundschaften haben wir keinen Einfluss darauf, ob unsere Liebe erwidert wird.

    Die wichtigste Form ist die Selbstliebe. Ohne sie haben wir keine Kapazität, anderen Liebe zu geben. Die Selbstliebe liegt zu 100 % in unserer eigenen Verantwortung.

    Es gibt noch weitere Formen von Liebe, zum Beispiel Haustieren gegenüber, oder gegenüber einem/dem Gott für religiöse Menschen.

    Was ich nicht als Liebe bezeichnen möchte, ist die Liebe gegenüber Gegenständen oder Hobbys. Der Unterschied für mich ist hier, dass wir keine Verbindung spüren können, sondern das eher eine Art von Erfüllung und Freude darstellt.

    Was hat Liebe mit Sicherheit zu tun?

    Unser Nervensystem sucht nach Sicherheit – man bedenke, dass der Tod früher viel präsenter war, als er jetzt ist. Eine Hauptaufgabe unseres Nervensystems ist es daher, uns in Sicherheit zu wissen! Sich sicher zu fühlen, bedeutet für unser Nervensystem natürlich die physische, aber auch die emotionale Sicherheit. Wie eingangs schon erwähnt, ist die Verbindung mit anderen Menschen für uns überlebenswichtig!

    Wenn wir davon ausgehen, dass eines unserer größten Bedürfnisse im Leben die Liebe, respektive die Verbundenheit zu wichtigen Menschen ist, dann können wir unser Handeln von einer anderen Perspektive beleuchten.

    Nehmen wir jemanden, der die Tendenz hat, zu viel zu arbeiten. Diese Person kann oft schlecht Grenzen setzen und spürt den Drang, den Kollegen, dem Chef oder dem Kunden zu helfen – nicht selten auf Kosten eigener Bedürfnissen und seiner Gesundheit. Wo ist hier die Selbstliebe?

    Ein weiterer Antrieb kann die Anerkennung der Leistung sein. Wenn ich viel arbeite, eine steile Karriere habe und gut Geld verdiene, dann erhalte ich Anerkennung. Wenn man jetzt die Perspektive umdreht, dann hat dieser Mensch Angst davor nicht geliebt zu werden, wenn er nicht leistet und liefert: Er als Mensch fühlt sich nicht gut genug und muss sich die Liebe erst verdienen!

    Nun bringen wir den Sicherheitsaspekt ein und verändern die Perspektive erneut aus der Sicht von jemandem, der sicher in sich selbst ist: Ich arbeite gerne viel, da ich es liebe zu lernen und an meinen Herausforderungen zu wachsen. Ich arbeite aber nicht zu viel, weil ich genügend Selbstliebe und Achtsamkeit besitze, um rechtzeitig meine Grenzen zu setzen. Auch arbeite ich nicht um, im Außen eine Bestätigung zu erhalten, sondern um einen Wert für mich, mein Umfeld oder in der Welt zu schaffen.

    Der randalierende Jugendliche, der durchweg nur provoziert und „sich einfach nicht benehmen kann“, ist genauso auf der Suche nach seinem Platz und nach Liebe, wie der Narzisst, der permanent sein Umfeld manipuliert, oder der Workaholic.

    Diese Menschen handeln allerdings aus Angst heraus, nicht geliebt zu werden. Was wäre, wenn wir den Spieß umdrehen und aus Liebe, statt aus Angst handeln?

    Der Schlüssel ist die Selbstliebe – die Sicherheit in uns selbst

    Die meisten Menschen suchen zuerst nach der Liebe im Außen und für Kinder ist das überlebenswichtig. Als Erwachsener liegt der Schlüssel jedoch in unserem Inneren.

    Wir können die Sicherheit in uns selbst stärken, indem wir

    • … lernen, Zeit alleine zu verbringen.
    • … uns nach Innen, statt nach Außen zu orientieren.
    • … Schmerz und unangenehme Gefühle, die aufkommen, passieren zu lassen, ohne zu urteilen und ohne sie vermeiden zu wollen.
    • … uns Hilfe bei Menschen, die uns verstehen, oder professioneller Art zu holen.
    • … uns von alten Glaubenssätzen und Ego-Storys lösen.
    • … uns von ungesunden Beziehungen und Dynamiken lösen.
    • … Achtsamkeit lernen. Eine Übung hierfür: Welche 5 Dinge siehst, hörst, riechst, fühlst du gerade?
    • … auf unser Bauchgefühl hören.
    • … uns so wahrnehmen, wie wir über uns selbst reden. Rede freundlich und wohlwollend über dich und zu dir!

    Sicher in sich selbst zu sein und aus Liebe für sich und andere handeln heißt zum Beispiel:

    • Gerne alleine Zeit zu verbringen
    • Seine Bedürfnisse zu kennen, zu priorisieren und formulieren zu können und umgekehrt auch die Bedürfnisse anderer anerkennen und akzeptieren zu können
    • Grenzen setzen zu können und Grenzen anderer zu wahren
    • Einen Menschen, den man liebt, ziehen zu lassen, wenn es nötig ist
    • Völlig präsent in der Interaktion mit anderen zu sein
    • Entscheidungen ohne Angst treffen zu können
    • Für sich einstehen zu können
    • Ohne Urteil über andere und sich selbst leben zu können

    Wir haben nun viel über die emotionale Sicherheit gesprochen, die allerdings eine physische Sicherheit voraussetzt. Vielen Menschen auf der Welt ist diese Sicherheit vorenthalten und sie sind von häuslicher Gewalt, Krieg und anderer Art von Gewalt betroffen. Es ist daher für jeden ein Privileg, der physisch sicher ist und die Chance hat, beide Formen von Sicherheit fühlen zu dürfen!

  • Bist du gut genug? 8 typische Ego-Stories

    Bist du gut genug? 8 typische Ego-Stories

    Nachdem wir gelernt haben, was das Ego ist und wie sich seine Geschichten auf uns auswirken, wollen wir uns doch einmal den verschiedenen Narrativen widmen.

    Was gibt es für Narrative?

    Da draußen kursieren viele Geschichten und Narrative, die teils sehr individuell sind. Es gibt dennoch einige typische Ego-Stories, die häufig vorkommen:


    1. Die Opfergeschichte

    „Die Welt ist gegen mich.“ Menschen in dieser Geschichte sehen sich oft als Opfer der Umstände, anderer Menschen oder des Lebens im Allgemeinen.

    Beispiele: „Ich kann nie etwas richtig machen.“ / „Niemand versteht mich.“


    2. Die Heldengeschichte

    „Ich bin der Retter.“ Diese Story dreht sich um die Wahrnehmung, dass man immer Probleme lösen oder anderen helfen muss.

    Beispiele: „Ohne mich würde hier nichts funktionieren.“ / „Ich opfere mich für andere auf.“


    3. Die Versagergeschichte

    „Ich bin nicht gut genug.“ Menschen mit dieser Story fühlen sich oft minderwertig oder inkompetent.

    Beispiele: „Ich schaffe das nie.“ / „Ich bin nicht talentiert genug.“


    4. Die Erfolgsgeschichte

    „Ich muss erfolgreich sein.“ Diese Story basiert auf der Idee, dass der eigene Wert durch äußere Erfolge definiert wird.

    Beispiele: „Ich bin nur etwas wert, wenn ich mehr erreiche als andere.“ / „Ich darf keine Schwäche zeigen.“


    5. Die Rebellengeschichte

    „Ich bin anders als alle anderen.“ Diese Story betont die Abgrenzung von Normen und Regeln.

    Beispiele: „Ich mache die Dinge auf meine Weise.“ / „Niemand versteht meine Vision.“


    6. Die Romantiker-Geschichte

    „Ich suche die perfekte Verbindung.“ Menschen in dieser Story idealisieren Beziehungen oder suchen einen Lebenssinn durch andere.

    Beispiele: „Ohne Liebe bin ich nichts.“ / „Ich brauche jemanden, der mich vervollständigt.“


    7. Die Kontrollgeschichte

    „Ich muss alles kontrollieren.“ Diese Story dreht sich um den Wunsch, die eigene Umwelt, andere Menschen und Ergebnisse zu steuern.

    Beispiele: „Wenn ich es nicht mache, läuft es schief.“ / „Ich darf keine Fehler machen.“


    8. Die Unabhängigkeitsgeschichte

    „Ich brauche niemanden.“ Diese Story betont Autonomie und meidet Abhängigkeiten.

    Beispiele: „Ich komme alleine klar.“ / „Ich lasse niemanden zu nah an mich heran.“


    9. Die Sucher-Geschichte

    „Ich bin auf der Suche nach meinem wahren Selbst.“ Menschen in dieser Story fühlen sich oft unfertig oder verloren.

    Beispiele: „Ich muss herausfinden, wer ich wirklich bin.“ / „Ich brauche mehr Zeit, um mich zu finden.“


    Warum lohnt es sich, sich von Narrativen freizumachen?

    Möchtest du freiwillig in einem Gefängnis wohnen, von Wärtern bewacht und von außen deinen Tag diktiert bekommen? Nein? Dann ist das dieselbe Argumentation, die hier auch greift!

    Diese Art Geschichten verhindern, dass wir den Job ausüben, den wir eigentlich wollen, dass wir in Beziehungen festhängen, die uns nicht guttun, dass wir die Reise nicht machen, die wir schon so lange tun wollen, …

    Das Ego ist von Angst geprägt und hält unsere Freiheit zurück – eigentlich um uns zu schützen. Wäre es nicht schöner, wirklich frei entscheiden zu können?

    Wie komme ich aus der Geschichte raus?

    Ego-Stories sind narrative Muster oder innere Geschichten, die Menschen über sich selbst erzählen. Sie formen das Selbstbild und beeinflussen, wie man die Welt wahrnimmt und auf sie reagiert. Meist läuft das Muster in unserem Unterbewusstsein ab und ist häufig schon so in unseren Alltag integriert, dass wir die Unterschiede nicht mehr wahrnehmen.

    Je nach Prägung und Geschichte gibt es verschiedene Ansätze aus der Geschichte herauszukommen. Das Wichtigste, was alle Stränge gemeinsam haben, ist innehalten und den Moment wahrnehmen – nicht urteilen, nicht ändern, einfach wahrnehmen! Alles Weitere kommt dann automatisch ins Rollen …

  • Die Stimme im Kopf

    Die Stimme im Kopf

    Wenn wir an Ego denken, kommt uns häufig ein Typ mit fettem Auto, herausstechenden Klamotten und sehr selbstbewusstem Auftreten in den Sinn: „Boah, dieser Typ mit seiner fetten Karre … der hat es echt nötig, hat wohl ein kleines Ego!“ Was uns dabei nicht bewusst ist, ist, dass aus uns ebenfalls unser Ego spricht. 

    Das Wichtigste zusammengefasst:

    • Das Ego ist die Stimme im Kopf, die urteilt.
    • Das Ego ist ein evolutionärer Schutzmechanismus, den es im Erwachsenenleben nicht mehr braucht.
    • Das Ego füllt die Pause mit eigenen Geschichten, um uns vor Schmerz und Unbehagen zu schützen.
    • Wahrnehmen und verstehe, dass es nur eine Geschichte im Kopf ist, hilft in den ersten Schritten.

    Was ist das Ego?

    Wir alle haben Stimmen im Kopf, die Situationen analysieren und „sich Gedanken“ machen. Das Ego zeichnet sich dadurch aus, dass es urteilt. 

    Nehmen wir an, wir laufen auf der Straße, uns begegnet jemand, schaut uns an, grüßt aber nicht. Je nachdem fängt unsere Stimme im Kopf an, die Situation zu bewerten: „Der war aber unhöflich!“ „Kann man nicht mal Hallo sagen!“ Oder in einer anderen Storyline: „Der findet mich bestimmt nicht hübsch genug zum Grüßen“ „Wahrscheinlich hat er meinen Fleck auf dem Oberteil gesehen und grüßt deshalb nicht!“ …

    Am Ende ist die Geschichte, dass uns jemand begegnet ist und nicht gegrüßt hat. Punkt. Wir wissen nicht, ob die Person uns wirklich wahrgenommen hat, was in ihr vorgeht und weiteres. Und statt das Unbekannte unbekannt zu lassen, befüllt es unser Ego mit einer Geschichte.

    Woher kommt die Ego-Stimme?

    Unser Ego war in unserem frühen Leben unser Beschützer. Unser Nervensystem ist evolutionär auf Kampf, Flucht und Erstarren ausgelegt, um uns in Gefahrensituationen vor dem Tod zu retten. Diese Mechanismen werden auch bei Verbindungsverlust zu unseren Bezugspersonen in emotional schwierigen Situationen ausgelöst. Man darf nicht vergessen, ein Baby oder Kleinkind ist ohne Eltern dem Tod geweiht – das ist in unserem Nervensystem tief verankert. 

    Haben wir also Verbindungsverluste, weil unsere Bezugspersonen emotional nicht verfügbar sind, gerät unser Nervensystem in einen Ausnahmezustand. Können die Bezugspersonen die Verbindung zügig wieder aufnehmen, alles gut. Meistens liegt dahinter aber ein tieferes, gelerntes Muster, das die Situation ohne Verbindung enden lässt. Bei dem Kind wird das Nervensystem alarmiert und es beginnt Überlebensstrategien zu finden. Eine davon ist das Ego, die Stimme der Angst, die uns eigentlich nur beschützen will. 

    Was macht das Ego im Erwachsenenalter?

    Im Erwachsenenalter kann man sagen, dass das Ego nur hinderlich ist. Es schränkt uns in unserer Wahrnehmung ein, raubt uns Entdeckerfreude, schürt die Angst und nimmt uns damit unsere Freiheit!

    Wir interpretieren Dinge in Situationen, die wir oft gar nicht wissen oder beurteilen können und verbauen uns damit Chancen. 

    Unser Ego kann schlecht mit Pausen oder emotionalem Unwohlsein umgehen und versucht deshalb das Vakuum mit seiner Meinung zu füllen. 

    Wie geht man mit der Stimme im Kopf um?

    Stefanie Stahl sagt immer „erkennen und umschalten“. Das wichtigste ist zu erkennen, wenn man urteilt und das reicht häufig schon völlig aus. 

    Wir sind nicht unsere Gedanken und wir sind nicht unsere Gefühle. Wir erleben beides lediglich. Wenn also unser Ego das Steuer übernimmt, können wir uns zurücklehnen, Popcorn holen und je nachdem ein spannendes Theater erleben. Der Autor lässt sich da so manches einfallen 😊